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- In China als „Werkbank der Welt“ muss ein Fabrikarbeiter dagegen für €
0.50.- Stundenlohn schon recht fleißig sein.
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- …wir schimpfen auf Vater Staat, der unser Pferd umgebracht hat, indem
- er „all das billige Zeug
- aus China“ reinlässt.
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- Tatsache Nr. 2:
- Im Zeitalter der Globalisierung müssen viele deutsche Hersteller in
China produzieren (lassen) und so daheim zum Handelshaus mutieren
- –oder schließen.
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- Doch schon die erste Gretchenfrage:
- In China einen eigenen
Produktionsbetrieb hochziehen oder Ein-kauf bei chinesischen
Herstellern?
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- Unsere Antwort:
- Wo immer es geht –und es geht
meist- In China produzieren lassen, nicht investieren, denn
- mit allgemeiner Rechtsunsicherheit, Vetternwirtschaft und Korruption im
Reich der Mitte kann kaum ein Ausländer erfolgreich umgehen. Man sollte
das den Landeskindern überlassen.
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- Jedenfalls in den Küsten-regionen (Guangdong, Groß-
- raum Shanghai, Xiamen usw.) gibt
es eine ganze Anzahl diverser Produktionsbetriebe, deren moderner
Maschinen-park manch deutsche Fabrik-halle fast museal anmuten lässt.
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- Nicht wenige chinesische Betriebe sind sogar vom deutschen TÜV ISO
zertifiziert (und darauf entsprechend stolz).
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- Was den Betrieben dagegen oftmals fehlt sind treue Stammkunden und
Fertigungs-Know-how!
- Wenn er es klug anstellt, wird der Ausländer dann nicht nur als Käufer,
sondern auch als Ausbilder geschätzt.
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- Aber auch wer derlei
Beauf- sichtigung/Schulung seines
chinesischen Lieferanten personell, sprachlich usw.
- aus Deutschland heraus
- selbst nicht darstellen kann,
muss nicht leer ausgehen:
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- In China und Hong Kong
gibt es durchaus zuverlässige Einkaufs-agenten, von denen die Anfang
2003 von uns übernommene SHANGHAI STAR Ltd. (leider) nur einer ist.
- Da niemand alles kann, haben
sich auch diese Agenten meist speziali-siert. So SHANGHAI STAR u. a. auf
Spritzguss und die dazugehörenden Toolings, die in China ganz erheblich
günstiger zu haben sind.
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- Ein Endprodukt: Das “Maggi Kochstudio”.
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- Einkaufsagenten rechnen sich
oft schon dadurch, dass sie China und sein Preisniveau weit besser
kennen. Wer als Ausländer dennoch lieber alles selbst machen möchte,
steht dagegen zunächst vor der Frage:
- Wie finde ich geeignete
Lieferanten?
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- Nicht nur der Preis muss
stimmen! Wichtig sind auch
- Gute Verkehrsanbindung;
- Sprachlich wie technisch gute Kommunikationsmöglichkeit;
- ISO Zertifizierung durch renommierte Prüfer.
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- Von Hong Kong- oder Taiwan-chinesen geführte Fabriken sind meist
“westlicher”.
- Vor allem aber: Hinfahren!
- Wer seinen chinesischen
Hersteller nicht besucht, kann leicht hier landen, denn auch das ist
China:
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- Welche Vertrags- Liefer- Zahlungsbedingungen
- sind akzeptabel ?
- Von Chinesen in einer Fremdsprache vorbereitete Verträge sind manchmal
recht konfuses Zeug.
- Chinesen unterschreiben ihnen vorgelegte Verträge oft bereitwillig,
nehmen sie jedoch nicht immer ernst.
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- Verschifft wird meist FOB. CIF wie C&F werden aber auch problemlos
akzeptiert.
- Neukunden wird durchweg Vorkasse (die nicht ratsam ist), Akkreditiv oder
(seltener) Kasse gegen Dokumente abverlangt.
- Ablehnen sollte man die Einschaltung staatlicher Exportgesellschaften.
Sie verteuern den Kauf um ca. 5 %, und wer heute in China immer noch
keine eigene Exportlizenz hat, lässt befürchten, dass
- Sie sein erster Auslandskunde
sind.
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- Größtes weil permanentes
Problem aller “Selbermacher” jedoch:
- Wer inspiziert meine
- Ware vor Verschiffung?
- Selbst bei qualitativ besseren Lieferanten kommt z. B. SHANGHAI STAR mit
einer Inspektion nicht immer aus.
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- Anreise aus Deutschland lang und teuer.
- Stationierung eines eigenen Mit-arbeiters in China legal nur über
Eröffnung einer Niederlassung im Lande möglich,was umständlich und teuer
ist.
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- Jedenfalls solange der Käufer die Ware vor Verschiffung voll bezahlen
oder ein Akkreditiv stellen muss, kann er derlei nur auf sich
nehmen -oder eben doch einen
externen Quality Controller einschalten, der sich seine Zeit natürlich
bezahlen lässt.
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- Oft ist Motiv hier, dass nicht
nur für das heimische Stammhaus, sondern auch den chinesischen Markt
produziert werden soll. Bisher war das, angesichts hoher Zoll-schranken
nachvollziehbar, jedoch:
- WTO bedingt, sinken Chinas
Zollsätze seit 2005 rapide. Überall dort, wo es nicht um lohnintensive
Produkte geht, dürfte der Trend daher wieder sein: Nach China
exportieren, nicht dort produzieren, denn eine einzige Erfolgsstory ist
das Land für Ausländer nun wirklich nicht:
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- Laut einer Umfrage bei rd.
1,500 europäischen
Produktions-betrieben
- lag deren Geschäftsergebnis bei
54 % unter Plan;
- bei 21 % im Plan;
- nur bei 25 % über der Planung;
- 62 % meinten, bei Betriebseröffnung ihr Marktpotential in China
überschätzt zu haben;
- ! 68 % würden sich bei weiteren
Investitionen in China aus heutiger Sicht für eine eigene 100 prozentige
Tochterfirma entscheiden, und nur 32 % abermals ein Joint Venture mit
lokalen chinesischen Partnern eingehen;
- 50 % hielten die Korruption im Lande für ein wesentliches
Geschäftshindernis;
- 61 % der Befragten hatten Probleme, weil ihre Produkte im Lande
raubkopiert wurden, und nur 12%
konnten sich erfolgreich dagegen wehren.
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- Fazit: Nur wer lohnintensive
Produkte hat, diese (zumindest auch) in China verkaufen will, seines
Erfolges dort sehr sicher ist und einen langen Atem hat, sollte daran denken, im Lande auch
selbst zu produzieren. Das Gros steht sich als Käufer besser!
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